Meine Motivation für die BM-Kandidatur

     

Mit Blick auf die seit der BM-Wahl in 2015 vergangene Zeit sehe ich mich unter demokratischen Gesichtspunkten und der Zielsetzung, den Frechenern angesichts erkennbarer Unzufriedenheit eine Alternative zu bieten, dazu veranlasst, mich am 13.09.2020 zur Wahl zu stellen. Ermutigt zu diesem Entschluss hat mich zudem, dass ich aus Reihen der Bevölkerung darauf angesprochen worden bin.

Mein Ausgangspunkt ist primär, im wahrsten Sinne des Wortes, bürgermeisterlich zu handeln. Wir brauchen dringend eine Veränderung im Rathaus und das in vielerlei Hinsicht sowie aus höchst unterschiedlichen Gründen.

 

Warum traue ich mir das zu?

Ich verfüge mit meiner Ausbildung als Diplom-Verwaltungswirt inzwischen über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Verwaltung mit dem Fokus auf Personal und Organisation. Seit über 20 Jahren bin ich in leitender Funktion beim Landschaftsverband Rheinland in Köln im Personalsektor beschäftigt, aktuell als Abteilungsleiter des Ausbildungsbereiches. Kommunalpolitisch betrachtet gehöre ich seit Ende 2004 für unsere Wählergemeinschaft „Perspektive für Frechen“ durchgängig dem Rat der Stadt Frechen an und kann somit auch in meiner aktuellen Rolle als Fraktionsvorsitzender auf eine umfängliche politische Erfahrung zurückgreifen.

 

Was ist mir besonders wichtig?

Als Bürgermeister muss man klare Ziele formulieren, klare Entscheidungen eigenverantwortlich treffen, aber auch Kompromisse eingehen, das Miteinander im Fokus haben und für alle Bürgerinnen und Bürger in Frechen da sein und in ihrem Interesse vor dem Hintergrund des Gemeinwohls der Stadt agieren.

Ich halte nichts von Frontenkriegen und ideologischem Geplänkel. Mir sind fach- und sachorientierte Entscheidungen wichtig. Es geht nicht um Einzelinteressen. Ich würde auf dieser Basis mit allen demokratischen Parteien im Rat der Stadt Frechen das Gespräch suchen und dabei transparent und vorschriftskonform agieren. Auch der enge Austausch mit dem Aktivkreis und der IFU ist mir äußerst wichtig.

 

Die wichtigste Ressource, um Ziele zu erreichen, politische Beschlüsse umzusetzen und Veränderungen zu bewirken sind die Mitarbeitenden im Frechener Rathaus. Ohne kompetente und motivierte Mitarbeiter*innen können die Herausforderungen der Zukunft nicht gemeistert werden. Bevor man über politische Vorhaben spricht, muss ein funktionierender Verwaltungsapparat installiert werden. Hier gibt es großen Nachhol- und Handlungsbedarf. So muss (wieder) eine Vertrauensbasis geschaffen und das Miteinander bei Projekten und Maßnahmen gefördert werden. Wir brauchen ein funktionierendes IKS (internes Kontrollsystem) mit Vieraugenprinzip bei finanziellen Aufgaben. Die Verwaltung muss wieder zu einer funktionsfähigen Einheit geformt werden. Die Mitarbeitenden müssen Unterstützung und Rückendeckung erfahren. Ein gutes Arbeitsklima sowie gedeihliches Miteinander sind unumgänglich. Angesichts des demografischen Wandels und zunehmender Personalabgänge stehen die Aspekte der Personalfindung und -bindung ganz oben auf der to-do-Liste. Wir müssen nach außen deutlich machen, dass es Spaß macht, in der Verwaltung der Stadt Frechen zu arbeiten. Work-Life Balance und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen bei den jungen Menschen bekanntlich ganz oben auf der Wunschliste.

 

Fast noch essentieller erscheint mir, unseren Bürger*innen eine Willkommenskultur im Rathaus zu schaffen. Die Frechener sollten spüren, dass sie im Rathaus willkommen sind und man sich um ihre berechtigten Anliegen ernsthaft kümmert. Wir benötigen dringend einen entsprechenden „Klimawechsel“. Ich werde bürgernah agieren, vor Ort sein und auch dorthin gehen, wo es mal unangenehm werden könnte und mit Gegenwind zu rechnen ist. Ich möchte für alle Bürger*innen da sein und das ehrlich, offen und transparent. Die Bürgersprechstunde würde ich wieder implementieren und auch Sprechstunden in den Stadtteilen einführen.

 

Welche Themenschwerpunkte möchte ich setzen?

Wenn diese Zielsetzungen realisiert sind, erst dann kann ich mich mit einer hoffentlich eingespielten motivierten und kompetenten Mannschaft um die Sachthemen kümmern. Da haben wir bekanntlich genug zu tun. Natürlich stehen einige Handlungsfelder besonders im Mittelpunkt.

Zu allererst ist mir eine solide Finanzpolitik auch mit Blick auf die intergenerative Gerechtigkeit wichtig. Ohne die benötigten finanziellen Ressourcen können wir keine Projekte und Maßnahmen realisieren. Daher erscheint es mir zwingend notwendig, dass wir in Frechen genügend finanzielle Mittel für den Klimaschutz zur Verfügung stehen haben. Das gelingt nur mit einer florierenden Wirtschaft und sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen. Sämtliche Maßnahmen und Beschlüsse müssen unter Einbeziehung des Klimaschutzaspektes bewertet und gefasst werden.

Wir müssen auch in Frechen klimabewusst handeln; denn ohne ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein werden wir nicht die gesetzten und dringend benötigten Klimaziele erreichen können. Auch hier müssen wir Kompromisse suchen und eingehen. Ohne Geld können keine Klimaziele verwirklicht werden. Wir müssen also auch diesbezüglich nicht gegeneinander agieren, sondern miteinander nach Lösungen suchen. So brauchen wir mehr bzw. neue Gewerbegebiete, aber mit Augenmaß und Rücksicht auf die Umweltbelange. Zudem lege ich viel Wert auf die herkömmlichen Grundsätze einer ordentlichen Haushaltsführung, nämlich Transparenz, Klarheit und Wahrheit. Etliche Themen brennen auch unseren Bürgerinnen und Bürgern unter den Nägeln. Da ist Sensibilität gefragt. Ich würde weitere Schwerpunkte setzen bei:

  • Strukturwandelbewältigung als Chance und Sicherung von Arbeitsplätzen
  • Erschließung neuer Wohngebiete unter Beachtung des Klimawandels
  • Stärkung der Wirtschaftsförderung, des Stadtmarketings und intensivere Unternehmenspflege
  • Optimierung der Sauberkeit im Stadtgebiet und der Kooperation mit dem Stadtbetrieb  
  • Nutzung erneuerbarer Energien (Anreizsysteme für Bürger schaffen)
  • Wohnungsbau für alle Bevölkerungsschichten unter Beachtung des Klimaschutzes
  • Verkehr: Ausbau des ÖPNV, Optimierung Fahrradverkehr/-wege, Verkehrsanbindung/-abfluss verbessern (Vollanschluss Frechen Nord, Ausbau Bonnstraße), Barrierefreiheit beachten; denn die Menschen werden älter
  • Parkraumkonzept mit modern ausgerichtetem Parkhaus
  • Investitionen im Bildungssektor tätigen
  • Digitalisierung in der Verwaltung und im Bürgerservice forcieren
  • Mehr Grün in Frechen mit einem Konzept fürs Baummanagement

 

Dieter Zander

Frechen, 30.01.2020

 

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